FAQ - Grundlegendes für neue EBR

Auf dieser Seite werden wir in Zukunft alle Information sammeln, die insbesondere für neu gewählte Elternbeiräte interessant sind. Fakten, Vorgehensweisen, Zusammenhänge usw. Kurzum: „Frequently Asked Questions“, zu denen man die Antworten sonst nur nach Jahren der Elternarbeit findet. Und dann ist man oft schon nicht mehr im Amt, denn um Elternbeirat zu sein muß man ja mindestens ein Kinder an einer allgemeinbildenden Schule haben.

Zusammenarbeit der EBV mit der Schulleitung

Frage

Was kann man tun, gibt es bewährte „Best Practices“, die wir an unserer Schule einführen können, um die Zusammenarbeit systematisch zu verbessern? Was machen andere Schulen?

Antwort

Generell gilt, die Kommunikation sollte auf Augenhöhe stattfinden, da nach dem Grundgesetz beide Seiten Erziehungs- und Bildungsrechte besitzen. Die Position der Eltern wird z.B. auch daran deutlich, daß die Schulkonferenz, die zu einem Drittel aus Eltern besteht, schon beim Auswahlverfahren zur Besetzung einer Schulleiterstelle beteiligt wird.

Das Kultusministerium schreibt zur Aufgabe des Elternbeirates: Der Elternbeirat ist die Vertretung der Eltern der Schülerschaft einer Schule, also die gewählten Elternvertreter/innen der einzelnen Klassen und ihre Stellvertreter/innen. Dem Elternbeirat obliegt es u.a., das Interesse und die Verantwortung der Eltern für die Aufgaben der Erziehung zu wahren und zu pflegen, der Elternschaft Gelegenheit zur Information und Aussprache zu geben sowie Wünsche, Anregungen und Vorschläge der Eltern zu beraten und der Schule zu unterbreiten. Der Elternbeirat soll gehört werden, bevor der Schulleiter Maßnahmen trifft, die für das Schulleben von allgemeiner Bedeutung sind.

Handlungsempfehlungen

  • Regelmäßige Gesprächsrunden über aktuelle schulische Themen zwischen SL und EBV, mindestens 4 Gesprächsrunden pro Jahr (je 60 bis 90 Minuten). Z.B. an der GSS Tübingen ca. 6 pro Jahr.
  • Einladung des EBV zu einzelnen Themen der GLK, wenn dieses Thema für die Eltern von hinreichend großer Bedeutung ist (Evaluation, pädagogischer Tag, Weiterentwicklung der Schule, …) Dies wird an einigen Gymnasien so umgesetzt.
  • Regelmäßig den EBV zur 1. GLK des Schuljahres einladen, damit sich der EBV kurz bei den Lehrer/innen vorstellen kann und die LuL direkt (!) über die wichtigsten Elternthemen informieren kann (= 5 - 10 Minuten; danach sind die LuL wieder unter sich). Wird vereinzelt so gemacht.
  • Gemeinsame Arbeitskreise Eltern + Lehrer/innen zu wichtigen Themen, derzeit in der GSS Tübingen: AK Medienbildung, denkbär wäre auch die Gründung eines gem. AK zum Thema Demokratiebildung/Umsetzung des Leitfadens Demokratiebildung bzw. „Entwicklung eines Schulcurriculums“ (AK: LuL, SuS, Elternvertreter/innen). Diese Einrichtung gibt es z.B. unter dem Namen „Steuerungsgruppe“ an einigen Gymnasien.
  • Runder Tisch Schulentwicklung = 1x pro Jahr = gemeinsam darüber nachdenken, wie sich die Schule weiterentwickeln kann.
  • Schulkonferenz: Vorlage des Haushalts + Besprechung (konkret), Rückblick auf den letzten Haushalt (was wurde wofür ausgegeben, wofür hat das Geld nicht gereicht).
  • Entwicklung eines Konfliktleitfadens für die Schule (= im Verantwortungsbereich des EB, aber abgesprochen mit der SL), damit alle Eltern wissen, wie man ggf. auf vorhandene Konflikte reagieren kann (in abgestufter Weise).
  • Vielleicht auch eine Gesprächsrunde einfordern um konkret und gemeinsam über mögliche Verbesserungen der Kommunikation zu sprechen (mit der SL) - falls dies nicht funktioniert: einen diesbezüglichen Beschluss des Elternbeirats herbeiführen (= Wunsch der Elternvertreter/innen nach einer deutlich verbesserten Kommunikation)